AKTIV und VITAL: KW 46/20 – Betrugsmaschen

Liebe Seniorinnen und Senioren in unserer Verbandsgemeinde, die dunkle Zeit des Jahres steht uns wieder bevor und damit auch die Hochsaison für Diebe, Trickbetrüger etc. Da wir Ihnen in diesem Jahr leider keine Vorträge anbieten können, werden wir hier auf unserer Seniorenseite die verschiedensten Tipps und Beiträge der Zentralen Präventionsstelle des Polizeipräsidiums Mainz veröffentlichen.

Welche Betrugsmaschen sollten Senior*Innen kennen?

 Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass Senior*Innen hier in RLP sehr sicher leben können. Statistisch gesehen werden sie eher selten Opfer einer Straftat.

Aber: Es gibt einige Betrüger und Trickdiebe, die sich auf Senioren „spezialisiert“ haben und zwar mit verschiedenen „kriminellen Maschen“, die überwiegend am Telefon oder an der Haustür eingesetzt werden.

Betrug am Telefon – Die Telefonmaschen (Teil 1):

Die Telefon-Betrüger sitzen in Callcentern, sprechen sehr gut und versiert Deutsch. Täglich rufen diese Betrüger hundertfach bei Menschen mit „altmodisch“-klingenden Vornamen (z.B. Anneliese, Helga, Fritz, Erwin, Hubert…) an und versuchen, mit einer Lügengeschichte an deren Geld zu kommen. Tatsächlich merken 99 von 100 Senior*Innen den Betrugsversuch rechtzeitig, aber einer eben nicht.

  • „Rate mal, wer dran ist…?“ Wenn Sie jetzt z.B. sagen, „Nicole (oder Lars), bist du es?“, dann sagt der oder die Betrüger*In einfach „Ja, genau!“, redet mit Ihnen und bittet Sie recht schnell um Geld, z.B. für einen Wohnungs- oder Autokauf. Bei diesem sogenannten Enkeltrick können sich die Betrüger auch als Neffe, Nichte oder deren Ehepartner etc. ausgeben.

Was tun? – Jemand verlangt Geld? Sofort auflegen! Oder erbitten Sie sich Bedenkzeit. Rufen Sie Ihren echten Enkel, Neffen etc. an und fragen Sie dort nach, ob die Geschichte stimmt. Und informieren Sie die Polizei: 110!

  • Schockanrufe: Ein angeblicher Polizist, Arzt, Anwalt etc. ruft Sie an und behauptet, ein Angehöriger von Ihnen, z.B. Ihr Sohn, hätte jemand bei einem Unfall schwer verletzt und müsse sofort eine Operation bezahlen. Oder es wird behauptet, Ihr Sohn/Ihre Tochter etc. wäre selbst schwer verletzt worden und brauche dringend ein teures Medikament, das die Kasse nicht bezahlt.

Was tun? – Bezahlen Sie auf keinen Fall – das ist frei erfunden.

Quelle: Zentrale Prävention, Polizeipräsidium Mainz

Dies ist der erste Teil unserer Info-Reihe. In der nächsten Woche erhalten Sie weitere Informationen.