AKTIV + VITAL KW 01/19: Zu alt für Psychotherapie?

Unser Wochentipp:

Zu alt für Psychotherapie ?

Weit verbreitet ist das Vorurteil, Psychotherapie sei bei älteren Menschen nicht sinnvoll; Alter schlösse einen Therapieerfolg aus. Ein Irrglaube! Manche wollen auch nicht als „verrückt“ gelten, andere hören von Freunden oder der Familie: „reiß dich einfach mal zusammen!“ (Als  wäre es so einfach!). Psychotherapie ist auch im Alter wirksam und kann die Lebensqualität erheblich verbessern. Scheuen Sie sich im Falle psychischer Probleme also nicht, professionelle Hilfe aufzusuchen – gerade so wie auch bei körperlichen Problemen (etwa Diabetes oder Rheuma). Hilfe bieten Neurologen, Psychiater oder Psychotherapeuten. Denn oft noch wichtiger und wirksamer als Medikamente ist das verständnisvolle Gespräch mit einem kompetenten und einfühlsamen Therapeuten. Auch für Ältere ist es nie zu spät, unter professioneller Anleitung an sich zu arbeiten. – Bei www.bagso.de/publikationen.html gibt es die herunterladbare Broschüre „Wenn die Seele krank ist – Psychotherapie im höheren Lebensalter“.

Hinterfragt:

„Ein neues Jahr: die Zeit für gute Vorsätze !“ – Wirklich ?

Hängt ein „guter Vorsatz“ am Datum? Nein, Vorsätze oder Verbindlichkeiten, die man eingeht oder auch eingehen will, sind alltäglich und immer wichtig. Außerdem: wer seine wohl erwogenen Absichten hier und heute nicht umsetzen kann, wird es auch in der Zeit um und nach Neujahr nicht schaffen! – Einen Vorsatz zu fassen ist mehr als einen Wunsch zu haben – ist mehr als träumen, heißt sich engagieren. Beinhaltet der Vorsatz etwas, was wir wirklich wollen, dann ist seine Verwirklichung ein Beitrag zur Kultivierung des eigenen Selbst. – Der Philosoph Gerd Achenbach hat es auf den Punkt gebracht: „Indem wir stark darin sind, unseren Vorsätzen die Treue zu wahren, wenn wir wissen, was wir wollen, und tun, was wir uns vorgenommen haben, dann wissen wir, wer wir sind. Und nur, wer sich auf sich verlassen kann und darum in der Lage ist, für sich selber einzustehen, kann sich selber trauen.“

Die Buchempfehlung:

„Becoming. Meine Geschichte“ von Michelle Obama (Goldmann Verlag)

Michelle Obama, eine der überzeugendsten und beeindruckendsten Frauen der Gegenwart, war die erste afro-amerikanische First Lady der USA. Sie führte das gastfreundlichste und offenste Weiße Haus, das es je gab. Sie war energische Fürsprecherin für die Rechte der Frauen, sie kämpfte für ein gesünderes, aktiveres Leben und ermutigte ihren Ehemann als Präsidenten in dessen schmerzlichsten Momenten. Nebenbei zelebrierte sie einige coole Dance-Moves, glänzte beim „Carpool Karaoke“ und erzog zwei muntere Töchter – inmitten der öffentlichen Neugier! – Nun erzählt sie erstmals ihre Geschichte – mit eigenen Worten, auf eigene Art. Sie lädt uns ein in ihre Welt und schildert ihre Kindheit, die Jahre als Anwältin und Managerin, die Zeit als berufstätige Mutter, aber auch ihr Leben an Barack Obamas Seite.

Auch in der Verbandsgemeindebücherei !

Das Zitat zum Nachdenken:

„Wer viele Vorsätze hat, darf auch einmal einen fallen lassen.“ (Deutsches Sprichwort)

 

, , , ,