AKTIV + VITAL KW 12/18: Was tun bei Unterzuckerung?

Unser Wochentipp:

Was tun bei Unterzuckerung?

Wer zu wenig Zucker im Blut hat, ist unterzuckert (leidet an Hypoglykämie): Körper und Hirn erhalten zu wenig Energie. Bei Gesunden reguliert sich der Zuckerspiegel von selbst, Zusatzenergie wird mobilisiert; bei Diabetikern mag dies nicht oder nur ungenügend geschehen. In einer 4-Wochen-Studie erlitten 83 % der Typ-1-Diabetiker und ca. 50 % der Typ-2-Diabetiker mindestens eine Unterzuckerung (jede sechste Person sogar eine schwere). – Häufige Ursachen sind ausgefallene Mahlzeiten, falsche Medikamenteneinnahme, Spritzfehler oder auch intensive Körperaktivität. (Bei unklarer Ursache: Fragen Sie Ihren Arzt!) Erste Warnzeichen sind stresstypische Reaktionen (Schwitzen, Unruhe, Herzrasen, Kopfschmerzen), es folgen Reizbarkeit, Unkonzentriertheit, Verwirrung oder Sehstörungen, zuletzt gar Krämpfe und Bewusstseinsverlust. – Schnelle Hilfen bieten Traubenzucker, Flüssigzucker, Gummibärchen, Fruchtsäfte und Limo (nicht „light“!). – Mehr Informationen im Internet unter www.diabetes-ratgeber.net

Hinterfragt:

„Bleib jung und du bist Teil der Gesellschaft!“ – Wirklich?

Was heißt Teilhabe an der Gesellschaft für die Alten? Soll es heißen, dass auch die Alten Party machen sollen, dass sie die Jahre vergessen sollen, die sie auf dem Buckel haben? Steht auf der Eintrittskarte zum gemeinschaftlichen Leben als Bedingung: hier kommt nur rein, wer jung (geblieben) ist – alle anderen müssen „draußen“ bleiben – ? Das hieße, das Alter nur wie eine Variation des Jungbleibens zu behandeln und es damit um seinen Eigenwert  zu bringen. Der Historiker Peter Laslett empfiehlt, anders zu denken: da Alte ihrer eigenen – vergleichsweise kurzen – Zukunft weniger schuldeten, könnten sie sich stattdessen umso mehr um die Zukunft der anderen kümmern. Für Laslett hat hier die ehrenamtliche Tätigkeit das meiste Potenzial – als Königsweg, um Energien und Erfahrungen von Senioren in gesellschaftliche Teilhabe zu verwandeln.

Die Buchempfehlung:

„Der Sohn des Hauptmanns“ von Nedim Gürsel (erschienen im Dumont Verlag)

In diesem kraftvollen Roman stellt Nedim Gürsel , der zu den großen Erzählern der Türkei gehört, Fragen, die uns alle bewegen: Welchen Einfluss hat unsere Herkunft auf unser Leben? Und was ist Heimat: ein Land, die Familie oder die Menschen, die man liebt? Nach vielen Jahren im Ausland, wo er als Journalist tätig war, ist der Ich-Erzähler in seine Heimat zurück gekehrt. Vielleicht wird sich jemand eines Tages für seine Erinnerungen interessieren? Er vertraut seine Gedanken einem Tonbandgerät an und lässt dabei das Istanbul seiner Jugend wieder auferstehen, den übermächtigen Vater, die geliebte Mutter: ein Panorama und zugleich ein persönliches Schicksal.

Auch in der Verbandsgemeindebücherei !

Das Zitat zum Nachdenken

„Manche Sätze geben ihr Gift erst nach Jahren her.“ (Elias Canetti, 1905-1994)

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