AKTIV + VITAL KW 13/19: Bluthochdruck: gefährlich, da man ihn nicht spürt!

Unser Wochentipp:

Bluthochdruck: gefährlich, da man ihn nicht spürt!

Misst ein Arzt wiederholt Blutdruckwerte über 140/90 mm Hg, leiden Sie vermutlich unter Bluthochdruck. In Deutschland ist davon fast jeder Dritte (~ 20-30 Mio.) betroffen. Unbehandelt ist Bluthochdruck Risikofaktor Nr. 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (ca. 50 % aller Herzinfarkte und Schlaganfälle). Außer Bluthochdruck gibt es noch mehr Risikofaktoren für Herz und Gefäße – und je mehr bei Ihnen vorliegen, desto mehr gilt es für Sie, den Blutdruck in den Griff zu bekommen (Eckpfeiler der persönlichen Vorsorge: gesunder Lebensstil ohne Übergewicht und Nikotin, gesunde Ernährung und ausreichende körperliche Aktivität). Im Internetauftritt der Deutschen Hochdruckliga (www.hochdruckliga.de/herzrisiko.html) findet sich eine App, die zu einer ersten Einschätzung des individuellen Risikos für Herz-/Kreislauferkrankungen dienen kann (verfügbar auch für Android und Apple iOS); das Ergebnis lässt sich ausdrucken. – Aber Achtung: Diese App ist KEIN Medizinprodukt, also KEIN Ersatz für Diagnose, Rat und Therapie durch den Arzt!

Hinterfragt:

„Ich, Identität – das bleibt bei allem Wandel!“ – Wirklich?

Claude Lévi-Strauss sagt: „Ich habe nie ein Gefühl meiner persönlichen Identität gehabt … Jeder von uns ist eine Art Straßenkreuzung, auf der sich Verschiedenes ereignet. Die Straßenkreuzung selbst ist [dabei] völlig passiv …“ Dazu, was er war, zu seiner Vergangenheit, habe er keinen Bezug. Das Bewusstsein, etwas aktiv zu erschaffen, sei reine Illusion: man registriere nur, was schon vor allem Bewusstwerden vorhanden war. Dieser Meinung sind auch Max Ernst und Picasso, der sagt: „Ich suche nichts, ich finde.“ Kunst wie Geschichte, so Lévi-Strauss, widerfahren dem Menschen, er „macht“ sie nicht. Konsequenterweise sieht er die Geschichte auch als sinnlos an. Es gebe darin keinen durchgängigen Fortschritt; die eine Kultur schreite in dieser, die andere in jener Hinsicht voran – doch nie endgültig! Und jeder Fortschritt habe überdies seinen Preis …

Die Buchempfehlung:

„Lenz“ v. Michael Theurillat (Ullstein Verlag)

Ewald Lenz ist ein brillanter Geist. Trotzdem hat er nie wirklich Karriere gemacht. Er arbeitete im Polizeiarchiv Zürich und führt ein unauffälliges Leben. Kommissar Eschenbach ist einer der wenigen Freunde, die er hat. In der Vergangenheit hat Lenz dem Kommissar immer wieder Informationen zugespielt, ohne die Quellen preiszugeben. Nun ist Lenz selbst ins Fadenkreuz internationaler Ermittlungen geraten. Eschenbach hält das für einen großen Irrtum. Als er seinen Freund damit konfrontieren will, ist Lenz verschwunden… – Lenz ist ein großartiger universeller Kriminalroman über das drängendste Thema unserer Zeit: den Terrorismus.

Auch in der Verbandsgemeindebücherei!

Das Zitat zum Nachdenken:

„Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen, man muss sie die Treppe hinunter prügeln. Stufe für Stufe.“ (Mark Twain, 1835 – 1910)

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