AKTIV + VITAL KW 15/18: Falscher Polizist am Telefon?

Unser Wochentipp:

Falscher Polizist am Telefon?

Aktuell treten am Telefon Betrüger auf, die sich als Polizisten ausgeben. Sie suchen das Vertrauen der Opfer mit erfundenen Geschichten zu erschleichen, damit diese Bargeld, Schmuck u. ä. m. herausgeben. Die Masche ist immer gleich: Geld und Wertsachen, so behaupten sie, seien im Haus nicht sicher und sollten einem Polizisten in Zivil ausgehändigt werden, der vorbei käme. Dank spezieller Technik erscheint auf der Nummernanzeige des Opfers die Notrufnummer 110 oder die Nummer der örtlichen Polizeidienststelle. Meist wirken die rhetorisch geschickten Täter sehr vertrauenserweckend. Bleibt ein Opfer doch misstrauisch, wird Druck ausgeübt – man solle polizeiliche Ermittlungen nicht behindern. – Wichtig zu wissen: Die Polizei ruft nie unter der Polizeinotruf-Nr. 110 an. Niemals am Telefon über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse sprechen. Die Polizei wird Sie nie bitten, Ihre Wertsachen herauszugeben. Nicht unter Druck setzen lassen – einfach auflegen! Verständigen Sie zeitnah die örtliche Polizei über den Anruf.

Hinterfragt:

„Das Alter ist eine Last!“ – Wirklich?

Was genau ist „Alter“? Schon bei ein und derselben Person gibt es sehr verschiedene „Alter“. Da ist zum einen „Alter“ als Rückgang: Nervenzellen altern bereits ab dem dritten Lebensjahrzehnt, einzelne Organe ab dem vierten. Manche Rückgänge der Leistungsfähigkeit lassen sich durch Training kompensieren; doch irgendwann gelingt dies nicht mehr. Zum andern gibt es „Alter“ als Zunahme: z.B. die größere und reichere Erfahrungswelt. – Das Kalender-Alter sagt eher wenig aus – der eine 70-Jährige mag körperlich wie geistig eingeschränkt sein, die andere ist in beiderlei Hinsicht ziemlich fit. Wenn man „Alter“ durch bestimmte Merkmale bestimmen will, ist also Vorsicht geboten – „das Alter“ gibt es offenbar nicht. Aber es gibt ein Altern; es findet in vielerlei Hinsichten statt: als nicht umkehrbare – negative wie positive – Änderung in der Zeit.

Die Buchempfehlung:

„Tyll“ von Daniel Kehlmann (erschienen bei Rowohlt)

Tyll Ulenspiegel – Vagant, Schausteller und Provokateur – wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf als Müllerssohn geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und auch einigen der sogenannten Großen. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

Auch in der Verbandsgemeindebücherei!

Das Zitat zum Nachdenken:

„Die Leute, die nicht zu altern verstehen, sind die gleichen, die nicht verstanden haben, jung zu sein.“ (Marc Chagall, 1887-1985)