AKTIV + VITAL KW 24/19: Auf eingewachsene Zehennägel achten!

Unser Wochentipp:

Auf eingewachsene Zehennägel achten!

Wachsen Zehennagelecken ins benachbarte weiche Fleisch hinein, mag dies nicht nur Schmerzen, Schwellungen und Rötungen bewirken, sondern auch eine – u. U. chronische – Infektion. Betroffen ist meist ist der große Zeh. Häufige Ursachen sind zu enge Schuhe, falsch geschnittene Zehennägel, Nagelbrüche und -risse und Veranlagung zu starker Nagelwölbung. Ärztliche Hilfe sollten Sie suchen bei Entzündungen (Rötungen, Eiter), starken oder sich ausbreitenden Schmerzen, v. a. aber auch, wenn Sie an Diabetes oder anderen Krankheiten leiden, die zu schlechter Durchblutung Ihrer Füße führen (hier ist regelmäßige Fußpflege durch einen Podologen empfehlenswert!). Auch Sie selber können ihre Beschwerden sowohl lindern als ihnen auch vorbeugen. Wichtig ist richtiger Schnitt der Nägel: nicht zu kurz und stets in einer geraden (also nicht in einer gewölbten!) Linie – die Ecken bleiben ein wenig länger, das Fleisch unterm Nagel darf nicht sichtbar werden. Richtige Schuhe tragen – z. B. Sandalen oder nach vorne offene Schuhe. Und: Kontrollieren Sie täglich Ihre Füße!

Hinterfragt:

„Den Irrglauben als irrig erkennen, das reicht!“ – Wirklich?

Was mag passieren, wenn alle einem Irrglauben erliegen, und es nur eine Person gibt, die den Irrglauben als irrig erkennt? Eine Ahnung davon vermittelt ein Psychologenwitz, den Slavoj Žižek erzählt: Ein Mann hält sich für ein Samenkorn und kommt in eine psychiatrische Anstalt, wo er am Ende davon überzeugt wird, dass er kein Korn, sondern ein Mensch ist; als er dann allerdings geheilt entlassen wird, kommt er umgehend zurück: vor der Tür sei ein Huhn – er habe Angst, dass es ihn aufpicken werde. ‘Guter Mann’, sagt nun der Arzt, ‘Sie wissen doch ganz genau: Sie sind ein Mensch und kein Samenkorn!’ – ‘Sicher weiß ich das’, erwidert der Mann, ‘aber weiß das Huhn es auch?’ – Abgesehen davon, dass selbst Wissen tiefsitzende Ängste nicht stillen muss – der Mann fragt sich auch, wie viel eine Erkenntnis in der Praxis wert ist, die niemand mit ihm teilt.

Die Buchempfehlung:

Was man von hier aus sehen kann“ von Maria Leky (DuMont Verlag)

Die alte Westerwälderin Selma kann den Tod voraussehen. Wenn immer sie von einem Okapi träumt, am nächsten Tag stirbt jemand im Dorf. Nur wer? Davon, was die Bewohner in den Stunden darauf fürchten, wagen, gestehen oder auch verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky. Es entsteht das Porträt eines Dorfs, wo alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Vor allem ist es ein Buch über die Liebe, die scheinbar immer die schwersten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es, viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan … Originell und mit Herzenswärme geschrieben!

Auch in der Verbandsgemeindebücherei !

Das Zitat zum Nachdenken:

„Der Aberglauben schlimmster ist, den seinen für den erträglicheren zu halten.“ (Gotthold Ephraim Lessing, 1729 – 1781)

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