AKTIV + VITAL KW 29/18: Nach dem Krankenhaus: Entlassmanagement

Unser Wochentipp:

Nach dem Krankenhaus: Entlassmanagement

Bei der Entlassung von Patienten aus dem Krankenhaus gilt ab 1.10.2017 eine klare Regelung der Verantwortung – das sog. Entlassmanagement. Stationär oder teilstationär behandelte Patienten erhalten einen „Entlassbrief“, der Diagnosen und Befunde, Empfehlungen zur weiteren Behandlung sowie alle Verordnungen für die ersten 7 Tage nach dem Klinikaufenthalt enthält. Ausgehend vom individuellen Bedarf wird festgestellt, ob eine – und welche – nachfolgende Versorgung des Patienten nötig ist. So können rechtzeitig Antrags- bzw. Genehmigungsverfahren eingeleitet werden (betroffene Bereiche u.a.: Pflege/häusliche Krankenpflege, Haushaltshilfe, Rehabilitation, Hilfsmittel, genehmigungspflichtige Leistungen der erforderlichen Anschluss-/ Übergangsversorgung). Dazu kontaktiert das Krankenhaus auch die Krankenkasse und ggf. die Pflegekasse. – Checkliste im Internet: sv-nrw.de/ wp-content/uploads/2017/11/O_Check_Entlassmanagement.pdf

Hinterfragt:

„Nichts ist, wie es scheint!“ – Wirklich ?

Verschwörungstheorien haben seit einiger Zeit Konjunktur. Beispiele gefällig? Es gab nie eine Mondlandung. Die USA haben die Anschläge des 11. September 2011 selbst durchgeführt. Barack Obama, George W. Bush und Angela Merkel sind Teil einer Elite außerirdischer Reptilien, die sich von unserer negativen Energie ernährt. – Das Internet, das viele gute Informationen enthält, macht leider auch Gedanken zugänglich, sagt der Tübinger Forscher Michael Butter, „die früher kein oder kaum ein Publikum gefunden hätten“. Anhänger von Verschwörungstheorien können sich „aus der breiten Masse herausheben“: man ist plötzlich einer der wenigen, die verstanden haben, wie die Welt wirklich funktioniert, während alle anderen blind und ahnungslos durchs Leben laufen. Wahrheit (und das Vertrauen in die Wahrheit) ist ein kostbares Gut; denn ohne sie lassen sich die wirklichen Probleme unseres Zeitalters nicht meistern.

Die Buchempfehlung:

„Fern von Aleppo: Wie ich als Syrer in Deutschland lebe“ von Faisal Hamdo (Edition Körber)

Hamburg ist die neue Heimat von Faisal Hamdo, der 2014, mit Anfang Zwanzig, aus dem syrischen Aleppo floh. Seither begegnet er mit großer Neugier und Offenheit der deutschen Lebens- und Arbeitswelt; er ist fasziniert von der deutschen Sprache, staunt über das innige Verhältnis der Deutschen zu ihren Haustieren und erzählt von der ersten Begegnung mit dem Humor Loriots. Manches bleibt ihm auch unbegreiflich, etwa der Alkoholkonsum oder die mediale Allgegenwart von Sex. Und auch die Trauer um die Menschen, die er verlor oder in Syrien zurück ließ, bleibt.

Auch in der Verbandsgemeindebücherei !

Das Zitat zum Nachdenken :

„Dass eine große Auswahl nicht zwangsläufig eine große Freiheit bedeutet, lernen wir bei McDonalds. Große Auswahl, aber alles dasselbe.“ (Florian Thalhofer, *1972)

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