AKTIV + VITAL KW 39/19: Gesunder Schlaf ist wichtig!

Unser Wochentipp:

Gesunder Schlaf ist wichtig!

Wir schlafen heute weniger als noch vor 100 Jahren, und Schlafstörungen nehmen zu. Schlafmangel führt zu Leistungsabfall und steigert das Krankheits- und Unfallrisiko. Rund um die Schlafstörungen ist ein milliardenschwerer Markt entstanden, wo es allerlei Schlafmittel (z. B. Melatonin-Pillen, Hopfen-Lavendel-Baldrian-Drinks) und Schlaf-Apps gibt, was zeigt, dass das Schlafbedürfnis zu oft unerfüllt bleibt. Alkohol („Schlummertrunk“) und Schlaftabletten sind keine Dauerlösungen. – Schlafforscher raten zu Regelmäßigkeit (etwa gegen 23 Uhr ins Bett gehen, um genügend Tiefschlaf zu sichern), zu Ruhe, Gelassenheit, Entspannung und genug Bewegung tagsüber. Wichtig ist, dass das Schlafzimmer ein geschützter Ort bleibt, wo man schläft, träumt und kuschelt, aber nicht arbeitet, isst, fernsieht oder in sozialen Medien unterwegs ist. Bei schweren Schlafproblemen könnte eine Kognitive Verhaltenstherapie helfen – doch sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt! – Auf www.barmer.de können Sie – Suchworteingabe: „gesunder Schlaf“ – eine Broschüre zum Thema erhalten.

Hinterfragt:

„Jeder hat seine eigene Moral!“ – Wirklich?

Lässt sich sinnvollerweise darüber streiten, ob ein Handeln gut und richtig ist? Sagen Sie „ja“, dann setzen Sie voraus, dass Moral mehr ist als subjektive Vorliebe. Was aber  heißt „objektiv“? Die Naturwissenschaften z.B. gewinnen objektive Erkenntnisse über Ideen, die durch Beobachtung überprüfbar sind. Wie ließe sich ein Gebot wie „Du sollst nicht lügen!“ überprüfen? Durch Abwägung: Wie gut ist es begründet? Jedoch: So wenig bislang gültige naturwissenschaftliche Ideen die bestmöglichen sein müssen, so wenig müssen bislang gefundene moralische Begründungen optimal sein. Ob man die beste Begründung schon hat, ist daher eine andere Frage als die, ob es überhaupt eine solche Begründung gibt. Derzeit über keine allgemein akzeptierte Begründung für ein Gebot zu verfügen, heißt also nicht, dass seine Begründung eine bloß subjektive Sache ist.

Die Buchempfehlung:

Die Pest-Saga: In der Mitte der Nacht“ von Minette Walters (Random-House)

September 1348: Seit Monaten wütet die Pest in Südengland. Lady Anne of Develish ist es gelungen, ihre Schutzbefohlenen in Sicherheit zu bringen. Doch die Versorgung wird mit der Zeit immer schwieriger. Ihr geliebter Verwalter Thaddeus ist losgezogen, um Vorräte zu beschaffen und weitere Überlebende zu retten. Da er als Bastard eines Leibeigenen über keinerlei Einfluss verfügt, nennt er sich mit Lady Annes Billigung kurzerhand »Milord of Athelstan«. Eine hochgefährliche Strategie: Auf eine derartige Titelanmaßung steht nichts anderes als der Tod. Der Plan läuft, bis Hugh de Courtesmain auftaucht, der neidzerfressene ehemalige Verwalter von Develish. Thaddeus wird gefangengenommen und verhört. – Wird Lady Anne ihn retten können, bevor er – und mit ihm die Gesellschaft von Develish – verloren ist?

Auch in der Verbandsgemeindebücherei!

Das Zitat zum Nachdenken:

„In der Aufstellung unserer Grundsätze sind wir strenger als in ihrer Befolgung.“ (Theodor Fontane, 1819 -1898)

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