AKTIV + VITAL KW 41/18: Kann „Fast Food“ Depressionen fördern ?

Unser Wochentipp:

Kann „Fast Food“ Depressionen fördern ?

Viel Fast Food und Süßigkeiten zu essen, erhöht die Gefahr, eine Depression zu erleiden. Viel Obst, Gemüse, Nüsse, pflanzliche Nahrungsmittel und Fisch – Stichwort „mediterrane Ernährung“ – können dagegen vor einer Depression schützen oder sie lindern. Das ist das Ergebnis einer von Camille Lassale (UCL-Institute of Epidemiology and Health Care) durchgeführten, im Journal „Molecular Psychiatry“ veröffentlichten (Meta-)Analyse von 41 Studien mit ca. 36.500 Personen. Mediterrane Ernährung verringert das Depressionsrisiko um 33 % (für die nächsten 8-12 Jahre) gegenüber einer fett- und zuckerreichen, also allgemein eher ungesunden Ernährung. – Die Art der Ernährung kann auch, so Dr. Lassale, die allgemeine Stimmung massiv beeinflussen. Sie empfiehlt daher mehr und bessere Aufklärung über die Folgen ungesunder Ernährung; denn eine gesunde Ernährung ist nicht nur für den Körper gut, sie wirkt sich auch positiv auf die geistige Gesundheit aus. – Im Internet: www.focus.de/gesundheit/ratgeber (in der Suche als Suchwort „Lassale“ eingeben).

Hinterfragt:

„Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!“ – Wirklich ?

Dieser Satz mag in der gelebten Wirklichkeit so manches Mal zutreffen. Das räumt der Philosoph Martin Seel durchaus ein; nicht immer sei es der Bescheidene, der sich oder seine Interessen durchsetze. – Doch wird, wer rücksichtslos agiert, auch geschätzt? Vielleicht empfindet man einen solchen Menschen ja als ziemlich unerträglich und wendet sich von ihm ab? Seel rät daher, sich vor anderen nicht allzu wichtig zu tun. Selbst wenn man sich objektiv hervortun würde, sollte man, sagt Seel, „sich mit seinem Hervortun nicht hervortun“. Allerdings wirken nicht nur Angebertum und Protzerei lächerlich, auch falsche Bescheidenheit wäre es. Noch einmal Seel: „Nicht diejenigen sind bescheiden, die sich vor sich selbst verstecken, sondern diejenigen, die sich vor anderen zurücknehmen können.“

Die Buchempfehlung:

„Der Modigliani-Skandal“ von Ken Follett (Bastei Lübbe Verlag)

Dieses Buch ist der Debutroman von Ken Follett, der bei seiner Veröffentlichung 27 Jahre alt war. Dennoch ist es ein echter Follett: ein gut recherchierter Thriller mit historischen Bezügen, in verständlicher Sprache geschrieben und mit verschiedenen Perspektiven des Erzählens spielend. Der Roman bietet Einblicke in die kommerzialisierte Kunstszene. – Die junge Engländerin Dee und ihr amerikanischer Freund Mike stoßen in Paris auf die Spur eines verschwundenen Meisterwerkes – ein Bild des berühmten Malers Amedeo Modigliani. Sein Wert: unschätzbar. Aber es machen noch andere Jagd auf die kostbare Beute, und sie schrecken vor nichts zurück. Und keiner weiß: Gibt es den Modigliani wirklich? Und wenn ja, ist er echt?

Auch in der Verbandsgemeindebücherei !

Das Zitat zum Nachdenken:

„Die Beschäftigung mit dem Tode ist die Wurzel der Kultur.“ (Friedrich Dürrenmatt, 1921-1990)

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