Aktiv & Vital KW 41/21 – Katastrophen-Warn-Apps

Katastrophen-Warn-Apps

Nach der Flutkatastrophe in Deutschland stehen die Warn-Apps KATWARN und NINA in der Kritik. Viele Menschen hätten besser gewarnt und informiert werden müssen. Die App des Deutschen Wetterdienstes wird dagegen von vielen gelobt. Was leisten die drei Apps – und was muss besser werden?

KATWARN

Die App gibt Warnungen von Behörden und Leitstellen weiter. So kann beispielsweise die Feuerwehr in einem Ort Informationen über einen Brand in die App einspeisen, Nutzer*innen bekommen dann eine Warnung aufs Smartphone. Zu welchen Orten die App warnen soll, legt man selbst fest.

NINA

Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz NINA, übermittelt Warnungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Zusätzlich bindet die App alle Warnungen ein, die über die KATWARN-App herausgegeben werden und übermittelt Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes. Auch wichtige Nachrichten über die Ausbreitung des Coronavirus werden über die App gesendet. Zu welchen Orten die App warnen soll, legt man selbst fest.

Warnwetter

Die App des Deutschen Wetterdienstes bietet in der kostenlosen Version Warnungen vor extremen Wetterlagen. Egal ob Hitze, Gewitter, Starkregen: Die App warnt zuverlässig für alle Orte, die man selbst ausgesucht hat. Entsprechend gut fallen die Bewertungen im Google Play-Store aus.

Tracking kann im Einrichtungsdialog abgewählt werden, dann erhebt die App keinerlei Nutzungsdaten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Cell Broadcasting

Nach den durchwachsenen Erfahrungen mit der KATWARN- und NINA-App im Sommer 2021 wurde die Forderung nach Cell Broadcasting als Alternative laut. Dabei senden Mobilfunkanbieter an alle Handys bestimmter Funkzellen eine Warnmeldung, die als Fenster auf dem Handy erscheint. Gleichzeitig ertönt ein lauter Warnton, der sich von anderen Handysignalen deutlich unterscheidet. Diese Variante ist begrenzter in ihren Darstellungsmöglichkeiten als eine Warn-App, hat aber den Vorteil, dass wirklich jedes Handy im Umkreis automatisch eine Meldung erhält – und für die Zustellung der Warnung keine App installiert sein muss.

Fazit

Die App des Deutschen Wetterdienstes und zusätzlich die NINA-App zu installieren, ist trotz der Kritik eine gute Idee – allerdings sollte man sich nicht darauf verlassen, dass alle Warnungen zuverlässig ankommen. Es ist anzunehmen, dass die zuständigen Stellen die Kritik an der Funktionalität der Katastrophen-Apps ernst nehmen und entsprechend nachbessern. Denn eine zuverlässige Warnung der Menschen vor Katastrophen ist im Interesse aller – und wird über positive Bewertungen im App-Store schnell belohnt.

Den vollständigen Artikel von Inga Pöting können Sie unter „Silver Tipps“ (silver-tipps.de) nachlesen.

Ein Hinweis in eigener Sache!

Das Digital Café wird, natürlich unter den geltenden Verordnungen, auch wieder starten. Den genauen Termin werden wir im nächsten Amtsblatt und auf der Informationsplattform unter eisenberg-aktuell.de veröffentlichen.