Der Brauch vom Christ- oder Weihnachtsbaum

Es gab ihn nicht schon immer und der Bauch des Christbaumaufstellens entspringt eigentlich einer heidnischen Tradition, die auf die spätantike Sonnenverehrung zurückgeht, das Fest zur Wintersonnenwende.

So soll 1419 in Freiburg durch Bäckergesellen ein Baum aufgestellt und geschmückt worden sein. In Mainz taucht ein erster Beleg für einen Weihnachtsbaum im Jahr 1527 auf, hier wird in einem Schreiben von „die weiennacht baum“ berichtet. Im Elsass tauchen die ersten „Dannenbäum“ im 17. Jahrhundert auf, in dieser Zeit gibt es bei reichen Leuten auf den Bäumen schon Kerzen. Diese setzten sich erst im 18. Jahrhundert im Allgemeinen durch, da durch das billigere Stearin und Paraffin, sich auch arme Leute Kerzen leisten konnten.

Der Baumschmuck hat sich auch im Laufe der Jahrhunderte gewandelt. Wurden am Anfang Lebkuchen, Äpfel, Nüsse, Käse und Wurst am Baum aufgehängt folgte später Zuckerschmuck.

Durch das Anbringen der Kerzen wandelte sich auch der Baumschmuck, so kamen jetzt Rauschgold oder Flittergold auf den Baum und die ersten Glaskugeln. Da der Baum oft sehr schwer war, wurde er mittunter an der Decke aufgehängt, damit er nicht umfiel, da der Christbaumständer erst viel später erfunden wurde. Zum Christbaumständer gibt es ein Gedicht von Karl Valentin, in dem er sein Problem mit dem Aufstellen des Baumes schildert.

Der Christbaumschmuck ist auch in ständigem Wandel. Auf den essbaren Baumschmuck folgten Figuren, wir Schaukelpferde, Trommeln, Watteschmuck und natürlich Engel. So war auch lange Zeit ein Weihnachtsbaum ohne Lametta nicht denkbar. Mittlerweile gibt es Christbaumschmuck in allen möglichen Arten und Formen. Allerdings haben sich auch hier in manchen Gegenden verschiedene Traditionen bewahrt. So liest man in alten Urkunden: „daran hencket man Rosen, aus vielfarbigem Papier geschnitten, Äpfel, Oblaten“, hier wird eine Rose in den Baum gehängt, die Rose, die großen Symbolcharakter hat. So gilt der Baum als Lebensbaut, der gleichzeitig Früchte und Blüten trägt. Der Engel an der Spitze und die Krippe unter dem Baum ist bei vielen zur Tradition geworden. durfte lange Zeit nicht fehlen. In manchen Gegenden Schwabens gibt es den Brauch des Christbaum lobens, dabei gehen die Leute von einem Nachbarn zum anderen und bewundern und loben den schön geschmückten Baum.

Aber egal wie jeder seinen Christbau- oder Weihnachtsbaum schmückt, steht er doch überall in der Tradition des Christfestes.

Frohe Weihnachten wünscht der Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Eisenberg

Autor: Marie-Luise Selzer

Projektkoordination - Digitale Dörfer; Chefredakteur www.eisenberg-aktuell.de