„Der Schotter muss weg!“ – Zukunftswerkstatt der Gemeinde Kerzenheim ein voller Erfolg

Bei der ersten Zukunftswerkstatt der Gemeinde Kerzenheim machen sich Rosenthaler und Kerzenheimer gemeinsam für ein gutes Klima stark.

Überwältigende Resonanz fand die Einladung der Gemeinde Kerzenheim zur ersten Zukunftswerkstatt im Rahmen des Projekts „KlikK aktiv“ am 19. November. In der Kerzenheimer Mehrzweckhalle waren alle Tische übervoll besetzt, als mehr als 50 Einwohner von Rosenthal und Kerzenheim zwischen 20 und 80 Jahren zusammenkamen, um frei nach dem Motto „Nicht meckern – machen!“ Ideen zu sammeln, was man selbst und die Gemeinde vor Ort für das Klima tun könne.

Bürgermeisterin Andrea Schmitt war sichtlich begeistert von dem großen Interesse, das offensichtlich in allen Teilen der Bevölkerung, egal ob jung oder etwas älter, für das Thema Klimaschutz besteht, und über die Unterstützung, die der Gemeinderat dadurch für seine klimapolitische Arbeit erhält.

Direkt nachdem die Vertreterin der Energieagentur Rheinland-Pfalz, Sabrina Wolf, kurz über das Projekt informiert und das Konzept der Zukunftswerkstatt erläutert hatte, wurde an den vier Thementischen schon rege diskutiert. Biodiversität, Klimaschutz im Alltag, Mobilität und Erneuerbare Energien bzw. Energieeffizienz waren die übergeordneten Fragestellungen, zu denen die bunt zusammengewürfelten Gruppen erste Umsetzungsmaßnahmen und Optimierungsmöglichkeiten zusammentrugen.

Jeder Teilnehmende hatte die Gelegenheit, sich jeweils eine halbe Stunde lang zu zwei Schwerpunkten auszutauschen und seine Gedanken einzubringen. Und die Schwarmintelligenz wirkte: Trotz der unterschiedlichen Komplexität der Themen waren am Schluss vier Stellwände reich bestückt mit Ideen, Wünschen und Vorschlägen. Dabei fanden sich sowohl Beispiele für Maßnahmen, die jeder Einzelne in seinem Umfeld beisteuern kann, als auch Grundlegendes, bei dem die Gemeinde bzw. (Kommunal-)Politik gefragt sind. Interessant zu beobachten war zudem, dass sich auch die grünen und roten Aufkleber, mit denen die Diskutanten in einer abschließenden Runde die Gedanken und Überlegungen priorisieren durften, relativ gleichmäßig auf alle Stellwände verteilten.

Die Ergebnisse werden nun durch die Projektleitung aufgearbeitet und anschaulich kommuniziert. In Folgeveranstaltungen sollen u.a. ein Fahrplan für das weitere Vorgehen erstellt werden und interessierte Mitstreiter in thematisch ausgerichteten Arbeitsgruppen versammelt werden. Geplant sind beispielsweise Informationsabende zu Photovoltaik, eine Energiesparfibel für die Haushalte oder die bienenfreundliche Begrünung von öffentlichen Flächen.

Bürgermeisterin Schmitt betonte, dass viele Maßnahmen wie z.B. der Ausbau von Radwegen oder eine Mitfahrerbank schon angedacht bzw. bereits angegangen wurden. Sie erhofft sich, dass diese im Rahmen von „KlikK aktiv“ noch besser umgesetzt werden können und im Idealfall auch Ressourcen für weitere Aktivitäten entstehen.

Ein tolles Resultat wäre es, wenn sich aus der Auftaktveranstaltung heraus Kümmerer bzw. Klimaschutzpaten finden würden, die sich persönlich zusammen mit anderen für die Umsetzung der Ziele und Maßnahmen einbringen und fortlaufend durch Aktionen in der Gemeinde die Fahnen für den Klimaschutz hochhalten.