„KUNSTerwachen“ in Eisenberg

Wer dieser Tage in der Innenstadt von Eisenberg unterwegs ist, entdeckt in vielen Schaufenstern die buntesten Kunstwerke. Unter dem Motto „KUNSTerwachen“, haben es sich sechs Künstlerinnen aus der Verbandsgemeinde Eisenberg zur Aufgabe gemacht, unseren tristen Corona-Alltag mit ihren Farben aufzuhellen.

Die engagierten Eisenbergerinnen Pia Zimmer und Sandra Giel, konnten für ihr Projekt die Künstlerinnen Justine Felix, Wencke Schöne, Magdalena Stahl, Manuela Steinbrecher und Martina Würtz-Flaetgen begeistern. Die Sechste im Bunde ist Sandra Giel, die sich von 2017 bis 2019 mit ihren Werken in der Reihe „Kunst im Rathaus“ präsentiert hat. Justine Felix (Künstlername Shanta) und Martina Würtz-Flaetgen haben dort die aktuelle Ausstellung, die jedoch auf Grund von Corona ohne Vernissage startete. Manuela Steinbrecher widmet sich in ihrer Freizeit bevorzugt der surrealistischen Kunst. Gerade in diesen trüben Zeiten hat Wencke Schöne (Künstlername Tessibella) mit Acrylbildern Farbe zurück in ihren Alltag gebracht. Auch Magdalena Stahl ist begeistert mit von der Partie und präsentiert neben Aquarellen unter anderem klassische Ikonenmalerei.

Damit die Originale geschützt bleiben, haben alle jeweils zehn ihrer Werke auf Poster in den Formaten DIN A2 und DIN A3 mit dem Motto „KUNSTerwachen“ drucken lassen. Neben der gemeinschaftlichen Präsentation wurde jedes Gemälde im Schaufenster durch ergänzende Informationen bestückt. So ist eine wundervolle, farbenfrohe Mischung entstanden, die zum Verweilen einlädt. Die Bandbreite der Kunst erstreckt sich vom Porträt über Landschaftsmalerei, Stillleben, abstrakte und surreale Kunst, Ikonenmalerei bis hin zu Kinderillustrationen.

Durch die gewählte Präsentationsform wird der Ablauf in den einzelnen Geschäften nicht gestört und es wird wenig Platz im Geschäftsraum beansprucht, was in Zeiten von Corona, auf Grund der Abstandsregeln und Zutrittsbeschränkungen, nicht unerheblich ist. Den Kunden wird die Wartezeit im Außenbereich angenehm verkürzt und es schafft Raum für Gespräche. Eine positive Botschaft dringt in unseren pandemiebelasteten Alltag.

Die Künstlerinnen selbst können endlich wieder ihre Werke der Öffentlichkeit zugänglich machen und erreichen auch Menschen, die vielleicht gar nicht in eine Ausstellung gehen würden, jetzt aber viel Freude an dem Gezeigten haben. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Interessenten, die sich ein Kunstwerk über die zweiwöchige Ausstellungsdauer hinaus für ihr heimisches Wohnzimmer sichern möchten, haben die Möglichkeit, entsprechende Informationen direkt bei der jeweiligen Künstlerin einzuholen.

Der besondere Dank der Organisatorinnen und des Künstler-Teams geht an die teilnehmenden Geschäfte: Metzgerei Bohn, Bäckerei Brand, Eiscafe Cortina, Ammon, Buchhandlung Frank, Physiotherapie Sorgner, Poststelle, Hotel-Restaurant „Zum Engel“ und Reinigung Giel.

Durch ihre Schaufenster kann Kunst in Eisenberg erwachen!

Text von Sandra Giel

Autor: Marie-Luise Selzer

Projektkoordination - Digitale Dörfer; Chefredakteur www.eisenberg-aktuell.de