Leseempfehlung der Gemeindebücherei Kerzenheim – Romy und der Weg nach Paris von Michelle Marly

„Romy und der Weg nach Paris“ ist bereits der 16. Band aus der Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“. Nach ihren brillanten Bücher über Coco Chanel, Edith Piaf und Maria Callas konzentriert sich die Bestsellerautorin Michelle Marly auf Romy Schneider, eine leider viel zu früh verstorbene Schauspielerin, die nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich unvergessen ist. Sie erzählt in diesem Buch von einer faszinierenden Frau auf ihrem Weg als Künstlerin, als Liebende – und auf dem Weg zu sich selbst.

Romy ist noch sehr jung, als sie mit den Sissy-Filmen Erfolg hat. Sie möchten inzwischen einfach weg von dem süßen-Mädel-Image und nicht immer nur die brave Tochter sein, die immer macht was Mammi und der Stiefvater wollen. Sie möchte Neuland betreten – Charakterrollen – spielen.

Als sie den bis dahin noch unbekannten Alain Delon kennen – und lieben lernt, folgt sie diesem nach Paris.

Das deutsche Publikum lehnt alles ab, was auch immer Romy in Frankreich macht. Sie spielt mit den Größen ihrer Zeit und dann erkennt der berühmte Luchino Visconti ihr Potential. Durch ihn lernt sie die berühmte Modeschöpferin Coco Chanel kennen, durch die sie total ihren „mädchenhaften“ Typ verändert. „Gehen Sie Ihren eigenen Weg“ gibt diese ihr mit auf den Weg. Trotz seiner zahllosen Affären war Delon die große Liebe ihres Lebens.

Das viel zu kurze Leben von Romy Schneider war kein Märchen, genauso wenig wie das Leben der österreichischen Kaiserin. Berufliche Triumphe und private Niederlagen wechselten einander ab. Romy geht in dieser Zeit über ihre körperlichen und seelischen Grenzen hinaus und ihre persönliche Unabhängigkeit muss sie sich teuer erkaufen. Nicht nur ihre Beziehung zu Delon zerbricht, sondern auch ihre beiden späteren Ehen werden geschieden. Der Tod ihres Sohnes David hat ihr dann wahrscheinlich das Herz gebrochen.

Als Charakter wird Romy Schneider als Frau mit Selbstzweifeln dargestellt.

Eine Frau auf der Suche nach der eigenen Identität. Sie war eine ganz empfindsame Frau, die ihren Beruf liebte und sehr hart an sich arbeitete und sich mit sehr viel Energie dafür engagierte um auf den Bühnen dieser Welt zu brillieren. Und nur mit dieser eisernen Disziplin arbeitete sie sich aus der Sissy-Rolle heraus! Ihr leider allzu früher Tod lässt sie dennoch unvergessen sein. Mit Alain Delon verband sie bis zuletzt eine tiefe Freundschaft.

Dieses tolle Buch ist ein literarisches Kunstwerk, das ich jeder Leserin ans Herz legen möchte.

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Autor: Marie-Luise Selzer

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