Stimmungsvolle Winterwanderung zur Klosterruine Rosenthal mit Rallye

Traditionell findet am 24. Dezember in der historischen Klosterruine Rosenthal das Weihnachtsläuten statt. Auch wenn die Veranstaltung in diesem Jahr leider nicht wie gewohnt durchgeführt werden kann, so ist eine vorweihnachtliche Winterwanderung zum – oder rund um – das stimmungsvolle Kloster auf jeden Fall einen Ausflug wert. Vielleicht mit einem warmen Glühwein oder Punsch in der Thermoskanne im Gepäck.

Tipp: Für Kinder ab 6 Jahren und Familien hat der Historische Verein Rosenthal e.V. je eine Rallye mit Fragen entwickelt, die auf Basis der Informationen der Website sowie den Tafeln vor Ort beantwortet werden können. Hier geht´s direkt zum Download der pdf-Dateien (rechts): http://www.historischer-verein-rosenthal.de/Das-Kloster/

Alternativ ist die Ralley auch als App verfügbar. Hierzu einfach den jeweiligen QR-Code mittels Smartphone einscannen:

 

 

 

 

 

PS: Auch der Adolf-von-Nassau-Wanderweg hat das Kloster auf seiner Route: https://www.vg-eisenberg.de/freizeit-tourismus/adolf-von-nassau-wanderweg.pdf?cid=3jf

Zur Geschichte des Klosters:

Im Ortsteil Rosenthal der Gemeinde Kerzenheim wurde 1241 von Graf Eberhard II. von Eberstein, Besitzer der Herrschaft Stauf, das Zisterzienserinnen-Kloster St. Maria gegründet.

Die Kirche wurde im frühgotischen Stil erbaut und 1261 geweiht. Viele Töchter des Landadels traten in das Kloster ein, das sich außer Erziehungsaufgaben auch dem Landbau und seiner Verbesserung widmete. Es hatte manche Privilegien: die Nonnen durften die Vorsteherin frei wählen, waren von jedem weltlichen Gericht und jeder geistlichen Besteuerung befreit. Das Kloster wurde vom Landadel unterstützt, beschenkt und erreichte eine hohe Blüte. König Adolf von Nassau, der 1298 in der Schlacht bei Göllheim auf dem Hasenbühl fiel, ruhte 11 Jahre in der Klosterkirche, bis er im Speyerer Dom beigesetzt werden konnte.

Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche im spätgotischen Stil ausgebaut. Dem Kloster standen 14 Äbtissinen vor, bis es beim Bauernaufstand 1525 geplündert und verwüstet, und 1572 durch Graf Philipp IV. von Nassau-Saarbrücken endgültig aufgelöst wurde. Von der einschiffigen Abteikirche blieben Seitenmauerreste mit Strebepfeilern und der westliche Giebel erhalten, der das für Rosenthal charakteristische Türmchen mit dem Steinhaubendach trägt. Grabplatten von Äbtissinnen und Stiftern stehen an den Seitenmauern der Kirche. Der Kreuzgang ist völlig verschwunden. Die Gesamtanlage des Klosters ist im Wesentlichen erhalten und wird heute zum Teil für landwirtschaftliche Zwecke genutzt.

Alle Gebäude befinden sich seit Anfang des 19. Jahrhunderts in Privatbesitz. Im kleinen Museum im „Nassauer Sälchen“ steht u.a. ein Modell des einstmaligen Klosters.

Der Name Rosenthal soll aus dem Wappenschild der Grafen von Eberstein, welche eine Rose in weißem Felde führen, entlehnt worden sein.

Weitere Infos und Bilder finden Sie auf der Website des Historischen Vereins Rosenthal e.V.: http://www.historischer-verein-rosenthal.de/Das-Kloster/

Autor: Marie-Luise Selzer

Projektkoordination - Digitale Dörfer; Chefredakteur www.eisenberg-aktuell.de